KIDS, TEENS & FAMILIEN

Parkour ist kein Weitsprung!

Ferienfreizeit vermittelt Theorie und Praxis

Parkour ist kein Weitsprung!

Bei der beliebten Ferienfreizeit „Fit4Parkour“ lernen Jugendliche, wie man sicher über Mauern, Treppen und Geländer springt.

 

Der Duisburger Landschaftspark mit seinen drei in der Reihe stehenden Hochöfen, den Bunkeranlagen, Schrägaufzügen und Gießhallen dient nun schon im dritten Jahr als sogenannter „Spot“ für die Ferienfreizeit „Fit4Parkour“ der Jugendherberge Duisburg Landschaftspark. Dabei vermitteln professionelle Traceure den teilnehmenden Jungendlichen zwischen 12 und 16 Jahren eine Woche lang verschiedene Lande- und Sprungtechniken und den theoretischen Hintergrund von Parkour, das in den späten 80er Jahren in Frankreich entwickelt wurde.

 

Beim Parkour werden Hindernisse - im urbanen Umfeld vor allem Mauern und Wände, Bänke und Tische, Treppen und Geländer - so effizient wie möglich überwunden. Der Duisburger Landschaftspark ist dafür ideal. „Die Kulisse ist schon sehr cool, sehr vielseitig. Es gibt am Rande des Geländes alle möglichen Hinderniskombinationen, die man sich denken kann. Es gibt für jedes Level Sprünge, Mauern auf Knöchelhöhe für die einfachen Landetechniken, aber auch Sprünge, an denen ich erstmal eine Weile arbeiten kann“, sagt Alex Schütz, einer von zwei Trainern bei „Fit4Parkour“. Wie beliebt die Freizeit ist, zeigen die Quoten der Wiederkehrer. 30 bis 40 Prozent der Teilnehmer, so schätz Alex Schütz, waren schon einmal bei der Freizeit dabei. Ein Grund dafür könnte die Konkurrenzlosigkeit sein, die ein wichtiger Bestandteil von Parkour ist und die Freizeit für alle so entspannt macht.

 

„Parkour ist kein Weitsprung! Es geht es nicht darum, möglichst weit, sondern möglichst sicher zu springen“, erklärt Alex Schütz, der selbst seit seinem 14. Lebensjahr Parkour ausübt. „Jeder Körper ist unterschiedlich und es macht keinen Sinn sich mit jemanden zu vergleichen, der es schon länger macht oder größer ist oder stärker. Jeder hat seine eigenen Herausforderungen und muss lernen mit dem Spot und der Umgebung umzugehen und über sich herauszuwachsen.“ Wettkämpfe gibt es daher nicht, weshalb Parkour auch keine „offizielle“ Sportart ist. Trotzdem hat sich eine relativ große Trainingsgruppe in Deutschland auf fünf Werte geeinigt, die man an den fünf Fingern einer Hand erklären kann. Der Daumen steht alleine und symbolisiert die schon genannte Konkurrenzlosigkeit.

 

Das Wichtigste beim Parkour ist die Landung. Sie wird bei jedem Sprung gebraucht und ist besonders wichtig, um Verletzungen zu verhindern. Darum wird die auch gleich zu Beginn der Ferienfreizeit ausprobiert und geübt. Dazu werden die Teilnehmer meist in zwei Gruppen aufgeteilt. Ob Anfänger oder „Wiederholungstäter“ spielt keine Rolle. „Sicher landen kann man nicht genug üben“, erklärt Alex Schütz. „Vorsicht“ ist ein weiterer Wert beim Parkour und wird durch den Zeigefinger symbolisiert. Zur Vorsicht gehört aber auch, sich den „Spot“, an dem man trainieren möchte, genau anzusehen. Ist alles stabil? Sind die Gelände fest verschraubt? „Die heutige Videokultur, die viel auf Hype und Adrenalin ausgelegt ist, zeigt ein verzerrtes Bild. Oft sieht man nur den Sprung, nicht aber die Vorbereitung“, erzählt Schütz ist einem YouTube-Video.

 

Der Mittelfinger steht für „Respekt“. Vor anderen Menschen, vorm eigenen Körper, aber auch vor der Umwelt. Um diesen Wert zu vermitteln gehen die Trainer mit den Jugendlichen an einen Spot im Landschaftspark, an dem regelmäßig Glasscherben liegen. „Bevor wir trainieren, laufen wir rum und sammeln die Glasscherben auf. Das ist auch eine wichtige Erfahrung für die Teilnehmer“, sagt Alex Schütz, der mit seinem Hobby zwar seinen Lebensunterhalt verdient, aber eigentlich Psychologie studiert.

 

Der Konterpart zum Zeigefinger ist der Ringfinger. Er steht für Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Ebenso wichtig ist Bescheidenheit, wie man sich am kleinen Finger gut merken kann. Die Erkenntnis, dass es immer mehr Hindernisse geben wird, die nicht überwunden werden können, als solche, die überwindbar sind, führt zwangsläufig zur Bescheidenheit. Trotzdem darf man sich natürlich freuen, wenn man etwas geschafft hat und natürlich vor allem, wenn jemand anderes eine Herausforderung gemeistert hat.

 

Wie gut man in einer Woche tatsächlich werden kann, hängt von vielen Faktoren an. „Die Motorikentwicklung zwischen zwölf- und 16-jährigen ist sehr unterschiedlich“, meint Schütz. „Es gibt Teilnehmer, die springen am Ende der Woche über Mauern und landen sicher auf Stangen.“ Weitermachen könne aber jeder, dem Parkour Spaß macht. In Großstädten gebe es richtige Parkourvereine, in kleinerer Städten und Orten oft Kurse im Sportverein. Die Trainer der Ferienfreizeit kennen aber meistens einen Traceur in der Nähe, der weiterhelfen kann. Und: Zu alt für Parkour ist man eigentlich nie. „Die Herausforderungen ändern sich“, sagt Schütz. Aber Parkour könne auch im fortgeschrittenen Alter helfen, die Bewegungsfähigkeit zu erhalten.

 

Parkour ist genau das Richtige für Ihren Nachwuchs? Die nächsten Freizeiten „Fit4Parkour“ finden in den Oster- und Sommerferien 2020 statt. Wir informieren Sie hier, sobald die Termine buchbar sind. Wer vorher einmal Parkour ausprobieren möchte, kann dies bereits in den diesjährigen Herbst- und Weihnachtsferien: Bei der Ferienfreizeit "Klettern4You" der Jugendherberge Nideggen steht in den Herbstferien nicht nur Klettern an den Buntsandsteinfelsen der Eifel, sondern auch ein Parkour-Training in der Turnhalle auf dem Programm. Bei der Herbstfreizeit "English-Adventure-Club" und bei der Silvesterfreizeit "Fit4Future" der Jugendherberge Hellenthal verbessern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur ihre Englisch-Kenntnisse, sondern erarbeiten auch ihre eigene Parkour-Choreographie.

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